Dienstag, 13. April 2010

Chicken Island

Ein weiterer Ausflug brachte uns zu einer Inselgruppe nicht weit von Aonang Beach entfernt. Auf gut Glueck waehlten wir Chicken Island und genossen eine ganze zeitlang den malerischen Strand.
Doch es dauerte nicht lang und die truegerische Ruhe war vorbei: Die Insel liegt auf einer Ausflugsroute und kaum eine Stunde nach unserer Ankunft ging es zu es wie in einem Taubenschlag: Wie an einer Perlenkette gereiht parkten die Longtailboote und der Strand samt seiner Gastronomie sahen sich einer Invasion an vorwiegend asiatischen Gaesten ausgesetzt. Ein Haufen schnatternder Japaner oder Chinesen ist ein wirkliches Erlebnis, aber keines, das man erleben muss.
Gegen Mittag wussten wir auch, warum sich die Massen auf unsere Insel stuerzten. Die Ebbe setzte ein und wenig spaeter konnte man zu Fuss die nahegelegene Tub Island erreichen. Scheinbar ein beeindruckendes Ereignis, denn wie die Lemminge setzte eine Voelkerwanderung ein. Man glaubte sich in die Zeit Moses zurueckgesetzt, als er das Rote Meer teilte.
Leider hatten wir am Morgen vereinbart, erst gegen vier Uhr nachmittags abgeholt zu werden. Da hatten wir das Malheur. Immerhin verschwanden die Massen aehnlich ploetzlich wie eine Heuschreckenplage und wir konnten noch eine Stunde Ruhe bei nachlassender Hitze geniessen, ein versoehnlicher Abschluss.

Freitag, 9. April 2010

Traumhafte Straende


Aonang Beach ist ein sehr touristischer Ort, doch kaum erreicht man diverse Straende der naeheren Umgebung, weiss man, warum so viele Menschen hierher fahren. Dabei ist der Aonang Beach weniger interessant. Die Kulisse ist schoen, aber das Wasser mit einem Oelfilm bedeckt, und der Strassenlaerm erinnert an den Friedrich-Ebert-Ring.
Doch Aonang Beach ist der Ausgangspunkt fuer zahlreiche interessante Ziele. Die 'James Bond Insel' haben wir uns ebenso wenig angetan wie 'Chicken Island', zumindest bisher.

Den zauberhafte 'Raley Beach" haben wir ja im letzten Blogeintrag schon gezeigt.


Gestern ging es dann auf Schnorcheltour und unser erstes Ziel war Bamboo Island. Wie aus dem Bilderbuch zeigt sich die Schoenheit der Region und Hopsing machte sich sofort auf zum Muschelnsammeln. Hier eine kleine Impression des Strandes:


Leider dauerte der Aufenthalt nur 40 Minuten und schon ging es weiter, um eine der zahlreichen Hoehlen Suedostasien's zu besichtigen. Diesmal nur vom Boot aus und viel zu sehen gab es nicht. Die vier Speedboote vor uns verhinderten dies. Schlimm war das aber nicht und schon ging es weiter.

Der naechste Stopp war eine Lagune und diese bot einen atemberaubenden Anblick. Einzig einsam war es nicht. Hier war es ebenso voll wie auf der A3 zum Berufsverkehr. Wir stoppten und genossen das lauwarme Wasser. Miang schnorchelte sich durch die Unterwasserwelt. Immerhin gelang ein Foto ohne grossen Verkehr:

Es ging weiter und wir erreichten die Maya Bay. Hopsing posierte fuer die naechste Staffel GNTM :-)


Die Bucht ist wunderschoen. Hier koennte man fuer immer bleiben. Grandios!


Naechster Stopp war Phi Phi Don Island. Hopsing war entsetzt, schliesslich war der letzte Besuch auf der Insel noch vor dem Tsunami. Der malerische Palmengarten wurde durch den Tsunami zerstoert und anschliessend komplett durch Beton ersetzt. Zahllose Geschaefte saeumen die engen Gassen, die jetzt das Zentrum der Insel bilden. Warum kein breiter Fluchtweg entstanden ist, bleibt fragwuerdig. Der Kommerz siegte wohl ueber den Sicherheitsgedanken.

Die Zeit verflog und als letzte Station schnorchelten wir auf hoher See. Das Wasser ist glasklar und die Lichtstrahlen faechern sich gegen den Meersgrund auf. Die Fische sind bunt und zahlreich. Miang schwamm inmitten eines Schwarms, der keinerleich Beruehrungsaengste hatte und um ihn herum schwirrte.

Viel zu frueh mussten wir aufbrechen und verliessen die beeindruckende Wasserwelt Suedthailands.

Samstag, 3. April 2010

Wieder in Thailand

Phu Quoc haben wir nach dem ersten Regen hinter uns gelassen. Am Abreisetag war es allerdings trocken:


Am Karon Beach auf der Insel Phuket bekommen wir ein Kontrastprogramm geboten: Die Bars haben lange geoeffnet und es ist was los (hoert man dann auch nachts, wenn man frueher zu Bett geht). Karon Beach bietet Tourismus pur und koennte ueberall auf der Welt sein (Rimini, Mallorca). Nach all der Ruhe nicht schlecht, aber wirklich schoen ist es hier nicht. Die Strandliegen sind zahlreich, einzig das Meer ist spitze. Aber drei Naechte sind genug und so siedeln wir um zum Aonang Beach nahe der Stadt Krabi.


Und hier ist es trotz ueberborderndem Tourismus schoen. Der Regen ist uns aus Vietnam gefolgt. Es schuettet taeglich wie aus Eimern, meistens am Nachmittag und das schon den vierten Tag in Folge.

Es wird immer heisser und schwueler und die Prognosen zeigen keine "Besserung". Fast ist es nicht auszuhalten. Langsam merkt man auch: 60 Tage Hitze (die vier Tage Kaelte im Norden Vietnam's unterschlagen wir einfach mal) sind wir einfach nicht gewoehnt. Schon vier Wochen sind ein Jahrhundertsommer und darueber sind wir weit hinaus. Die tropische Schwuele tut ihr Uebriges. Ein kuehler und erfrischender Wind waere uns willkommen, bleibt aber Wunschdenken.

Aber wir kaempfen uns durch. Hitze ist nun mal besser zu ertragen als klirrende Kaelte und wir stellen uns einfach vor, wie es auf Spitzbergen sein koennte.

Und langsam naehern wir uns dem Endspurt: die Rueckreise geraet in greifbare Naehe. Einerseits schoen, vermisst man doch Einiges aus Deutschland. Andererseits endet die Auszeit und der Alltag droht. Aber noch haben wir fast drei Wochen und geniessen die Zeit.
Hier noch eine Impression vom Railey Strand fuer alle, denen es in Deutschland zu kalt ist:

Samstag, 27. März 2010

Endlich Regen!

Der 52. Tag und endlich haben wir Tropenregen. Nachts prasselte der Regen wie Maschinengewehrfeuer auf unser Blechdach und draussen bogen sich die Palmen im Sturm.
Wir hatten insgeheim die Vision: wenn der Sturm anhaelt, geht dann am Montag unser Flieger nach Saigon?
Morgens war das Spektakel wieder vorbei. Doch abends regnete es erneut und das in Stroemen.
Auf Phu Quoc, der groessten Insel Vietnams, gelegen im Sueden, fast vor der kambodschanischen Grenze, steht die Zeit still. Hier ist der Hund begraben und wir lassen ordentlich die Seele baumeln.
Ein paar Impressionen:












Freitag, 26. März 2010

Kulturelle Unterschiede

In SOA gibt es im Alltagsleben gewisse Unterschiede im Vergleich zu Europa:

Restaurant:
In Thailand kommt der Kellner mit der Karte und bleibt penetrant stehen, bis man bestellt hat, egal, wie lange man braucht, um seine Wahl zu treffen. Wir vermuten, dass der gemeine Thailaender die Karte auswendig kann oder dies von dem Europaer erwartet.
Abraeumen scheint generell nicht ueblich und erfolgt entweder nach geraumer Zeit oder nach Verlassen des Lokals.
Generell wird nicht damit gerechnet, dass man nachbestellt (z.B.: Getraenke). Daher muss man auf sich aufmerksam machen.

Hotel/Guesthouse (entspricht einer Pension):
Ein Moskitonetz ist zwingend notwendig.

Husten und Niesen (sowie Nase hochziehen):
Moeglichst laut und ohne durch Handvorhalten den Virenflug bzw. die Geraeuchskulisse behindern. Gruene Spucke direkt auf den Boden.

Strand:

Mundschutz wird auch am Strand getragen. Ebenso badet man vollstaendig angezogen.

Fortbewegung:

Favorit sind motorisierte Zweiraeder. In Vietnam ist Dauerhupen Vorschrift. Ruecksicht auf andere Strassenteilnehmer ist ausdruecklich untersagt. Wer bremst, verliert.
Auf ein normales Moped passen bis zu 5 Personen. In Laos wird zudem ein Sonnenschirm waehrend der Fahrt verwendet.

Fortbewegung II:
Fliegen ist generell billiger als Bahn fahren. Bus ist inclusiver Dauerbeschallung bei ueber 100dB (vorzugsweise Gewaltfilme)

Essen:
Reis oder Nudeln muessen extra bestellt werden. Es sei, man bestellt gebratenen Reis oder Nudeln. Die Portionen in Thailand sind gut zum Abnehmen, der Fleisch- bzw. Fischanteil eher ein Spurenelement. Laos macht oft grosse Portionen und wirbt damit. In Vietnam wird man ebenfalls satt.In Thailand ist das Essen scharf (wenn man ein scharfes Gericht bestellt) und schmeckt in der Regel gut. In Laos ist das Essen eher saeuerlich und weniger scharf, es schmeckt immer noch gut. In Vietnam ist das Essen lasch und von unterschiedlicher Qualitaet, aber eher maessig.

Kaffee:
In Thailand ist der Kaffee wie in Deutschland. Je nachdem wo man ihn trinkt, ist er gut oder schlecht. Mal lauwarm, mal italienisch, mal stark, mal duenn.
In Laos gibt es Kaffeelao, der schmeckt ein wenig nach Schokolade und ist sehr lecker, zumeist aber sehr stark. Meistens war der Kaffee sehr lecker.
In Vietnam gibt es Kaffee Vietnam, der schmeckt suess und ist ebenfalls stark. Miang ist er ein wenig zu suess.

Bier:

Als Deutscher ist man verwoehnt. Das thailaendische Bier ist duenn (Singha, trinkt Hopsing) oder stark und herb (Chang, trinkt Miang).
Bierlao aus Laos ist gewoehnungsbeduerftig.
In Vietnam haben wir drei Sorten getrunken. Ha Noi ist eher Ploerrebitter, Saigon besser zu vertragen, aber nicht gut. Larue aus Hoi An der Favorit, laesst sich gut trinken.

Laecheln:
Thailand ist das Land des Laechelns und ueberall erschallt der Ruf "Thai Massaaasch!"Laos ist das Land der Sanftmut und man wird aufgefordert: "Help me = Kauf was!". Gerufen wird eher selten, die Laoten sind eher zurueckhalten, siehe auch Blogeintrag L(CH)aoten bei der Arbeit.
Vietnamesen schauen generell ernst und schreien den Europaer an: "BUY SOMETHING!!!". In Vietnam ist die Haendlermentalitaet mit den Arabern und Tuerken zu vergleichen, einzig in Phu Quoc (Insel im Sueden) trafen wir auf angenehm zurueckhaltende Leute.
Generell rufen alle: "Madame!" oder "Sir!".

Nachtleben:
In Thailand findet man Rotlichtmeilen, generell ist lange geoeffnet. In Laos muss jeder um spaetestens 23:00 Uhr schliessen (Sperrstunde). Viele schliessen frueher.
In Vietnam geht man ebenfalls frueher zu Bett. Letzte Bestellung gibt es oft um 21:30 Uhr.

Geld:

InThailand rechnet man in Baht. In Laos und Vietnam in Dollar. Somit ist die Umrechnung schwierig: Dollar in Euro und Dong/Kip in Euro, da die Preise mal in der Landeswaehrung (Essen), mal in Dollar (Unterkunft) sind. Kostet die Unterkunft 23 Dollar, das Fruehstueck 20.000 Dong, die Tour nach Hanoi 65 Dollar und der Flug nach Da Nang 900.000 Dong, bekommt man eine Endsumme in Dong hingelegt und muss das ganze in Euro umrechnen, dazu jeden Posten kontrollieren. Sicher ist sicher.

Organisation:

In Thailand ist man den Tourismus gewoehnt, dementsprechend ist die Organisation gut, obwohl man manchmal erwartet, dass etwas schief geht. In Laos ist die Organisation Glueckssache und sehr unterschiedlich. In Vietnam ist alles sehr gut organisiert und man hat den Eindruck, das liegt in der Kultur des Vietnamesen.

Freitag, 19. März 2010

Entspannung in Hoi An

Nachdem wir zuletzt doch sehr herum gekommen sind, geniessen wir im Moment die Ruhe in Zentralvietnam und lassen die Seele am suedchinesischen Meer baumeln.


Hoi An ist eine Stadt wie aus dem Bilderbuch und bietet viele alte Haeuser und breite Strassen. Die Leute tragen oft die traditionellen vietnamesischen Huete und sind auf zwei Raedern unterwegs.





Hoi An liegt direkt an einem Fluss:





Am Wasser haelt man es natuerlich sehr gut aus:




Der Weg zum Meer ist allerdings mit 5 Kilometern weit; kurz vor der Bruecke ist die Geschwindigkeitsbegrenzung 8km/h, das war uns ein Bild wert. Wir gehen natuerlich zu Fuss und bleiben so in Form:




Die Landschaft ist atemberaubend:


Wenn der Weg endlos erscheint, gibt es zwischendurch genuegend Gelegenheit, eine Pause einzulegen und einen Vietnam Kaffee zu trinken (etwas suesslich, aber stark) oder einen frisch gepressten Ananassaft zu sich zu nehmen.


Hier gibt es nicht viel zu berichten, daran sieht man: wir lassen es uns gut gehen. Schwimmen, essen, schlafen und den Augenblick geniessen - was will man mehr vom Leben?




Am Strand findet man auch viele Vietnamesen, die vollstaendig bekleidet sind (samt Struempfen und Handschuhen) und oft einen Mundschutz tragen:




Andere Laender, andere Sitten!

Donnerstag, 18. März 2010

Kulinarische Genuesse

Boese Zungen behaupten, wir seien jetzt "Reisfresser" ...

Das stimmt nicht! Wir geniessen Besseres: