Hanoi hiess frueher Than Long (aufsteigender Drache) und ist die Heimat von 6 Millionen Mopeds und mindestens doppelt so vieler Hupen. Ein solches Konzert findet man sonst hoechstens in Neapel oder Rom. Der Verkehr ist schauderhaft und insgesamt schlaegt die Stadt Bangkok um Laengen. Faszinierend sind hier die Kreuzungen. Aus vier Richtungen kommen Mopeds angebraust und queren ohne Unfall. Die Verkehrsregeln erschliessen sich uns nicht.
Auch die Koeche koennten dringend eine Fortbildung in Thailand gebrauchen.
Miang wagt sich unter die Schere und mit frisch geschnittenem Haar (60.000 Dong bzw. 2,30 Euro kostete das Vergnuegen) geht es zur mystischen Halong Bucht.
Ha Long, d. h. absteigender Drache, ist das Gegenstueck zu Thang Long und das nicht nur in der vietnamesichen Mythologie. 3,5 Stunden dauert der Transport, vorbei an lieblicher Landschaft samt Reisfeldern und verstaubten Industrieanlagen.
Angekommen bekommen wir ein passables Boot und tuckern gemaechlich durch die Bucht der fast 2000 Inseln, im Konvoi mit Dutzenden weiteren Schiffen.
Erster Halt ist eine doch gewaltige Hoehle, deren Besuch ist sehr lohnenswert.
Anschliessend schwingt Miang die Paddel und umrundet gekonnt ein Inselchen in der Bucht.
Viel zu schnell sind wir wieder im Moloch Hanoi. Aber bald geht es weiter. Unser naechstes Ziel heisst Hoi An und íst hoffentlich entspannender. Im Moment sind wir alles, aber noch keine Freunde von Vietnam.