Dienstag, 9. März 2010

Aufsteigender und absteigender Drache

Vietnam, hier sind wir!

In Hanoi angekommen, stellen wir erleichtert fest, es gibt auch noch eine kuehle Brise und so geniessen wir 12 - 15 Grad bei unsere Ankunft. Mit der Zeit stellen wir aber fest, es ist doch recht frisch.


Hanoi hiess frueher Than Long (aufsteigender Drache) und ist die Heimat von 6 Millionen Mopeds und mindestens doppelt so vieler Hupen. Ein solches Konzert findet man sonst hoechstens in Neapel oder Rom. Der Verkehr ist schauderhaft und insgesamt schlaegt die Stadt Bangkok um Laengen. Faszinierend sind hier die Kreuzungen. Aus vier Richtungen kommen Mopeds angebraust und queren ohne Unfall. Die Verkehrsregeln erschliessen sich uns nicht.


Die Altstadt ist ueberfuellt mit Menschen und wirkt damit reizvoll (Miang) bis abstossend (Hopsing). Der Dreck ist allgegenwaertig und gibt einen Vorgeschmack, was einen in Indien und Bangladesh erwartet. Unsere Reiseplanung sieht aber anders aus und wir sind nicht boese drum. Clementine und Meister Propper sollten dringend hierhin exportiert werden. Arbeit waere genug.

Auch die Koeche koennten dringend eine Fortbildung in Thailand gebrauchen.


Miang wagt sich unter die Schere und mit frisch geschnittenem Haar (60.000 Dong bzw. 2,30 Euro kostete das Vergnuegen) geht es zur mystischen Halong Bucht.


Ha Long, d. h. absteigender Drache, ist das Gegenstueck zu Thang Long und das nicht nur in der vietnamesichen Mythologie. 3,5 Stunden dauert der Transport, vorbei an lieblicher Landschaft samt Reisfeldern und verstaubten Industrieanlagen.



Angekommen bekommen wir ein passables Boot und tuckern gemaechlich durch die Bucht der fast 2000 Inseln, im Konvoi mit Dutzenden weiteren Schiffen.



Erster Halt ist eine doch gewaltige Hoehle, deren Besuch ist sehr lohnenswert.



Anschliessend schwingt Miang die Paddel und umrundet gekonnt ein Inselchen in der Bucht.


Die Nacht auf dem Wasser, sind wir umringt von den Lichtern weiterer Boote und geniessen den gemeinsamen Abend mit unserer daenischen Reisegruppe, denn aus diesem Land stammen unsere 14 Mitreisenden allesamt.

Am naechsten Morgen schippern wir gemaechlich zurueck. Die diesige Bucht hat etwas Ewiges und man spuert fast die Magie des niedergegangenen Drachen.


Viel zu schnell sind wir wieder im Moloch Hanoi. Aber bald geht es weiter. Unser naechstes Ziel heisst Hoi An und íst hoffentlich entspannender. Im Moment sind wir alles, aber noch keine Freunde von Vietnam.