Dienstag, 2. März 2010

Mystisches Laos

Wir sind moderne Reisende, also fliegen wir von Chiang Mai nach Luang Prabang in Laos. Laos Airlines macht einen guten Eindruck und trotz kurzer Reisedauer von einer Stunde gibt es einen Snack.
In Luang Prabang ist es diesig und der Dschungel scheint all seine Geheimnisse zu verstecken. Geister ueberall, so ist unser Eindruck, und der Vollmond passt da bestens zu.



Angekommen starten wir unsere Erkundungstour. Luang Prabang's Zentrum bildet eine Halbinsel, eingeschlossen vom Mekong und vom Nam Kham, dem laengsten Binnenfluss des Landes. Der Mekong hat ein unglaublich breites Becken, doch der Wasserstand ist niedrig und aus der Ferne wirkt er wie ein Baechlein. In der Regenzeit schiesst hier ein breiter Strom durch das Tal, fast ist es schade, dass wir dann nicht dort sein koennen. Aber natuerlich ist es auch so ein riesiger Strom.
Urspruenglich war es geplant, ueber den noerdlichsten Punkt Thailands in Chiang Rai, nahe dem Goldenen Dreieck, einzureisen, doch der Fluss ist bis Mitte Maerz auf dem oberen Abschnitt gesperrt. Aber auch eine Flussfahrt ueber den Nam Ou scheitert wohl am niedrigen Wasserstand. Egal, auch so haben Luang Prabang und Umgebung genuegend zu bieten. In der Mitte ist der Berg Phou Si, auf dem thront von ueberall sichtbar ein goldenes Vat. Wem der Weg zu beschwerlich ist, findet Tempel an fast jeder Strassenecke.


Die Stadt selbst atmet franzoesisches Flair, die Architektur im Zentrum belegt das ebenso wie die zahlreichen Baguettes, die man ueberall fuer 10.000 Kip (90 Cent) erwerben kann. Die orange gekleideten Leute, die man hier vermehrt antrifft, sind die Moenche. Luang Prabang ist der Ort mit den meisten aktiven Kloestern in Laos und somit das spirituelle Zentrum des Landes. Miang fuehlt sich schon ganz vergeistigt. Vor allem nach zwei durchwachten Naechten hintereinander: Das Konzert der Tiere wird vom fruehen Mopedlaerm abgeloest und auch die Moenche im Kloster auf der anderen Strassenseite trommeln uns vor Morgendaemmerung ins Leben zurueck.

Heute, 02.03., starten wir in den Dschungel. Unser Ziel ist der Kuang Si Waterfall und der ist eine wahre Augenweide. Inmitten des Dschungels treffen wir auf ein kuenstliches Dorf, fuer den Konsum und das leibliche Wohl muss ja vorgesorgt sein. Wir decken uns mit Wasser ein - hier hat man immer Durst - und beginnen mit dem Aufstieg.

Der erste Halt ist eine Baerenauffangstation und bei deren Anblick bin ich froh, dass ein Zaun zwischen uns ist. Das sind schon gewaltige Tiere.


Der Aufstieg wird von unzaehligen Schmetterlingen begleitet, die bunt eine natuerliche Pracht verbreiten.


Weiter oben beglueckt uns tuerkisfarbenes Wasser, das in unzaehligen Kaskaden gen Boden faellt, und ein recht gewaltiger Wasserfall, der ein wenig Abkuehlung bereithaelt. Den etwas schweisstreibenden Aufstieg zum oberen Ende des Wasserfall's nehme ich dann alleine in Angriff. Schliesslich muss man(n) sich auch mal bewegen und so geht es trotz Hoehenangst die Naturtreppe hinauf und oben angekommen, ist der Lohn eine angenehme Ruhe und ein Blick in die fernen Berge, die von Feuer erleuchtet sind. Kein Waldbrand sondern die uebliche Brandrohdung der Bauern.


Hier Hopsing vor traumhafter Kulisse:


Abschluss ist wie ueblich Schwimmen in kuehlem Wasser. Der Strom kann mir nichts abhaben, aber beim Aussteigen wird's peinlich und Reporterin Hopsing haelt natuerlich drauf und das auch noch in Grossaufnahme. Wer zu laeessig ist, wird halt bestraft.

Dann geht es durch eine wunderschoene Landschaft zurueck. Bruecken, bei denen man automatisch die Luft anhaelt, aber sie halten den Minibus ueberraschenderweise aus. Reisfelder, Palmen und huegeliges Land: Laos ist fuer Naturliebhaber eine wahre Freude.

Laos selbst ist vollkommen anders als Thailand. Die Strassen sind teilweise nicht asphaltiert. Die Haeuser dagegen oft recht feudal und die Leute wirken alles andere als arm. Westlichen Standard darf man zumindest nicht erwarten, wenn man zwecks Reiseplanung ins Touristenbuero geht, aber irgendwie kommt man am Ende doch ins Ziel. Verdienen wollen aber alle, manche mit Aufwand, andere versuchen es halt ohne. Die Menschen sind aber sehr offen und das ist sehr symphatisch.

Freitag, 26. Februar 2010

Rose des Nordens

Wir sind inzwischen in Chiang Mai gelandet, der "Rose des Nordens". Chiang Mai ist eine kleine, ruhigere Version Bangkok's. Chiang Mai liegt im Norden und man hat Blick auf die angrenzenden Berge.

Es ist eine Stadt zwischen Tradition und Moderne. Zahlreiche Tempel saeumen die Stadt, die unvermeidlichen Drachenwesen verfolgen einen ueberall. Der Norden Thailand's ist buddhistisch, an mancher Stelle christlich, aber der Geisterglaube ist im taeglichen Leben der Bewohner nicht wegzudenken. Die Frontscheibe der Taxis mit all ihren Amuletten, Schreinen und Buddhas zeigen dies.


Auch hier sind die Tuk-Tuk und Mopeds allgegenwaertig. Doch erscheint das harmlos, wenn man hoert, dass in Hanoi - Vietnam - taeglich circa 6 Millionen Zweiraeder unterwegs sein sollen. Trotdem knattert es hier ordentlich und die Ueberquerung der Strasse im Bild unten ist ein echtes Abenteuer. Wer auf eine Luecke wartet, geht hier in Rente.


Chiang Mai ist aber eine ruhige Stadt, wenn man von dem Verkehr, der leider sehr heftig ist, absieht. Die Leute hier im Norden wirken gemaessigter als im Sueden. Ruhiger und stolzer, so unser Eindruck. Die Zeit tickt hier langsamer und gibt einen Vorgeschmack auf das, was uns in Laos erwartet. Die Gelassenheit ist spuerbar und wir atmen sie tief ein. Vielleicht setzt sie sich ja fest. Mit Grauen denken wir an deutsche Hektik.

Um uns herum befindet sich der Urwald mit seinen Bergvoelkern und dem Angebot an Trekking Touren, ein Paradies fuer Naturfreunde. Andererseits bietet Chiang Mai einen Nachtbazar mit allem, was der (die:-) Konsumsuechtige liebt. Auf der Strasse dorthin eine Rotlichtmeile mit zahlreich herausgeputzten Fraeuleins und laut plaerrender Musik der Night Clubs und Go-Go-Bars.


Nachdem Montag Reisetag war, haben wir Dienstag und Mittwoch zum Chillen genutzt. Wir sind schliesslich keine Rennpferde und brauchen unsere Pausen. Ihr seht, wir haben die asiatische Gelassenheit verinnerlicht.

Donnerstag ist dann eine Touri-Tour angesagt. Natuerlich angepriesen als "Less Touristic Area", was natuerlich ein Witz ist. Erste Station war eine Orchideen- und Schmetterlingsfarm, die natuerlich nicht mit Bendorf mithalten kann. Ein Event, der mehr als fluessig ist.




Schoen spiessig, oder?


Dann geht es erneut rein in das Pick-Up-Taxi und wir fahren eine Dreiviertelstunde gegen Norden. Zahnlose Elefanten sind unser Ziel und der Ritt ist enttaeuschend. Man koennte das eher als Elefantenstehen bezeichnen und so grasen die Tiere mehr, als sie uns transportieren. Die ganze Strecke betraegt vielleicht einen Kilometer, wahrscheinlich weniger (Hopsing spricht von fuenfzig Metern). Die anschliessende Fuetterung bringt eine glueckliche Hopsing hervor:


Anschliessend fahren wir erneut ueber holprige Strecken ins Nirgendwo und landen nach gefuehlten zwei Stunden endlich mitten im Dschungel. Fast glaube ich, wir haetten direkt die "Off Road Tour" im allradangetriebenen Jeep buchen koennen.

So eine Tour hat den Vorteil, dass man eine Menge Leute kennen lernen kann. Ken aus Kalifornien, der in Suedkorea lebt und als Englischlehrer arbeitet. San Diego ist eine Autostadt mit schlechtem Nahverkehr nahe der mexikanischen Grenze. In San Diego sind 50% der Menschen aus Lateinamerika, sag mal einer, bei uns gaebe es eine Ueberfremdung. Weiterhin begleiten uns zwei Familien aus dem Elsass samt Kinderschar und ein Italiener, der den <Flight Of The Gibbons Park> hinter sich gebracht hat:


Wie die Gibbons kann man an Drahtseilen gesichtert in 100 Metern Hoehe von einem Baum zum anderen fliegen. Trotz Hopsing's Quengeln weigere ich mich, diese Tour ins Auge zu fassen und bleibe auf dem Boden der Tatsachen. Wie man sieht, ist das was:






Nach einer Stunde Marsch durch wunderschoene Natur - erinnert mich an daheim, nur dass die Ruppertsklamm keine Palmen hat - und dem Besuch eines Bergvolks ist ein Wasserfall angesagt samt baden. Das kuehle Nass kommt wie gerufen und ruft das Kind in mir hervor.



Anschliessend wieder in den Pick-Up und ich muss sagen, ich liebe das Autofahren samt Sitzen auf einer Pritsche. Durchgeruettelt und eine weitere Dreiviertelstunde ueber die Holperstrecke spaeter geht es ins Wasser: White Water Rafting!

Hopsing, eigentlich wasserscheu, laeuft zur Hochform auf und paddelt, was das Zeug haelt. Wir gewinnen natuerlich das Rennen und kommen als Erstes an. Anschliessend schippern wir noch ein paar Minuten wie Robinson Crusoe auf einem Bambusfloss. Pitschnass wird es Zeit, sich umzuziehen und es geht weiter, das naechste Bergvolk besuchen.

Diese sind alle unterschiedlich. Die Wasserversorgung ist bei allen durch die Bergbaeche gesichert. Das letzte Dorf hatte Stromversorgung via Kabel, eines vorher nutzte Solarpanele, die staubbedeckt dem Sonnenhimmel entgegengereckt waren.

Aber alle hatten Autos und Fahrzeuge, waren also schon in der Moderne angekommen. Trotzdem ist es sehr idyllisch:



Jetzt haben wir noch zwei Tage, bevor es mit Lao Airlines nach Luang Prabang in Laos geht.

Sonntag, 21. Februar 2010

Das erste Drittel

Die Vorfreude steht Hopsing schon ins Gesicht geschrieben. Madame war sehr geschaeftig und am heutigen Morgen war klar, warum. Ich habe gar nicht daran gedacht und so war die Ueberraschung im Fruehstuecksraum gross:

Da kann man ein Strahlen naturgemaess nicht verbergen:

Auch die Belegschaft feiert mit und siehe da, ich bin mal einer der Groessten:

Hopsing hat sich aklimatisiert, wie man sieht:


Jetzt wird aber dem Alter entsprechend geruht. Schliesslich ist das erste Drittel rum und ich muss mich fuer die naechsten Drittel schonen.

Samstag, 20. Februar 2010

Die Wiege Siams

20.2.2010:

Nachdem wir den Reisetag ueberstanden haben, diente der Freitag der Ruhe, ganz wie es sich gehoert. Wir haben ein nettes Hotel mit Swimming Pool und Haengematte (wichtig!).

Heute aber ist Aktivitaet angesagt: unser Ziel ist das Historical Center Of Sukothai, die "Wiege" und erste Hauptstadt der Thai.

Vom Hotel werden wir in die Innenstadt zum Busbahnhof gebracht, der recht schlicht gehalten ist. Der Bus wartet schon, ein Isuzu aus vergangener Zeit, dessen Technik schon veraltet war, als ich in die Lehre ging.

Kein Wunder, dass Isuzu zum GM Verbund gehoert: Wenn die Motoren so lange halten, kann sich jeder Opel-Fahrer freuen, der einen der Isuzu-Motore unter der Motorhaube hat. Das vorliegende Modell hat noch Glasroehrchen als Sicherung, alles von der Ladeflaeche, die als Sitzplatz herhaelt, erkennbar.
So zuckeln wir die 12 km in gemaechlichem Tempo, mehr als 40 km pro Stunde geht nicht. Hier der schicke Bus:


Angekommen wandern wir erstmal ein wenig durch den Park. Die historische Stadt ist weitlaeufig und bei den Temperaturen etwas muehselig zu erkunden. Schnell haben wir ein Wat samt Chang erreicht und Hopsing stellt sich der Kamera und den Elefanten:

Wie man unten sieht, liegt die Anlage im Gruenen zwischen zahlreichen Palmen. So werden wir nicht von der Sonne gegrillt, sondern koennen die tolle Kulisse bestaunen.



Auch Buddha darf nicht fehlen und ich muss ehrlich zugeben, dass mir die steinerne Variante gegenueber der heute ueblichen goldenen doch besser gefaellt.



Hier noch ein kleine Impression in der Totalen:



Mittlerweile wieder im Hotel, fallen wir in den hier herrschenden Trott zurueck. Die aisiatische Ruhe ist ansteckend und einfach himmlisch. Wenn der Reisestress nicht waere, haetten wir schon die hoechste Ebene des Seins erreicht und wuerden irgendwo in unserer aller Mitte schweben, fernab von allen Sorgen und Noeten :-))

Ich befuerchte fast, wenn wir erst im naechsten Land sind und die laotische Gelassenheit verinnerlicht haben, ist die Neigung, die Rueckkehr zu vertaendeln, riesengross. Wahrscheinlich werden uns die umtriebigen Vietnamesen dann wieder auf Trab bringen muessen.

Auf jeden Fall hat uns die Tropenlaehmung voll erfasst. Ein wohltuender Kontrast zur allgemeinen deutschen Hektik.

Die dritte Woche neigt sich dem Ende zu und wir sind von Krankheiten bisher verschont geblieben. Einzig die Verdauung ist gelegentlich etwas aktiver als daheim. Und die Stechmuecken machen zuletzt Jagd auf uns, nachdem wir die ersten beiden Wochen relativ verschont geblieben sind.

Und die Vorstellung von Schnee erinnert doch eher an eine Fantasywelt.

Gruesse an alle! Und haltet durch! Der Fruehling kommt!

Freitag, 19. Februar 2010

Von Tempeln und Fluessen

17.2.2010:
Nach langer Reise in Ayutthaya angekommen, haben wir ein tolles Hotel gefunden. Direkt an der Strasse findet ein Markt statt, der wohl kombiniert wurde mit den immer noch andauernden Festlichkeiten des Chinesischen Neujahrsfestes. Nichts fuer ruhige Stunden.


Am naechsten Tag ist Kultur angesagt. Ayutthaya war Hauptstadt in der Zeit vor Bangkok und wurde aufgegeben, als Birma die Thai vernichtend geschlagen haben, irgendwann im 18. Jahrhundert.



Budhas sind da natuerlich ueberall. Gelegenheit zum Plausch mit neuen Bekannten natuerlich auch. Kirsten und Dennie haben wir im Hotel kennen gelernt und spontan beschlossen, den Tag gemeinsam zu verbringen. Eine gute Entscheidung.

Wat nennt man die eindrucksvollen Tuerme (bzw. Tempel), manche davon erinnern an den schiefen Turm von Pisa. Die gibt es dann auch im Dreierpack:




Nach dem wir genug in den alten Gemauern geschwitzt haben, geht es per Tuk-Tuk...


... auf eine einstuendige Bootstour in einem gemuetlichen Longboat. So wohnen die Thai am Wasser, Uferstrassen gibt es nicht:



Zurueck geraten wir in den ayutthayanischen Aschermittwochsumzug incl. asiatischer Lahno und den unvermeidlichen Drachen:





Nicht so gross wie der Meenzer Rosenmontagsumzug, aber immerhin. Dann verabschieden wir unsere neue Bekannten, die per Nachtzug nach Chiang Mai in den Norden fahren.

Wir bereiten uns auf die Reise nach Sukhothai in Zentralthailand vor. Diese wiederum ist die erste Hauptstadt der Thais und die Wiege des eigentlichen Siams (der alte Name von Thailand). 5,5 Stunden, im klimatisierten Bus inclusive plaerrendem Fernseher.
Aber da muessen wir durch! Und stuerzen uns vorher erneut in das asiatische Strassenfest.

Montag, 15. Februar 2010

Reisesplitter

Sonntag, der 14.2.2010:

Es ist wie eine fast vergessene Erinnerung ... Tag 12, das erste Mal Regen. Kein Tropenschauer, nein, so schlimm ist es nicht. Es beginnt wie ein lauer Sommerregen und regnet sich dann ein. Doch nach 2 Stunden ist das Spektakel vorbei und die Sonne kommt wieder raus. Eine schoene zweite Tageshaelfte beginnt.
Die Gerueche sind jetzt noch intensiver, wenn dies ueberhaubt noch moeglich ist. Und immer noch wechseln Angenehme und Unangenehme.
Dann wird die Luft klarer und man fuehlt sich fast wie am Mittelmeer. Hier ein Bild vom Ort:



Montag, der 15.2.2010:
Es ist bewoelkt und das Meer ist ein wenig stuermisch. Doch schnell bricht die Sonne wieder durch und es ist ein toller Tag, die Seele baumelt, was das Zeug haelt.

Fast bedauern wir es, weiter zu reisen, aber wer rastet, der rostet. Morgen brechen wir auf, eine alte Kaiserstadt ist das kommende Ziel. Ko Chang war sehr schoen, doch jetzt sind wir erholt und es wird Zeit fuer ein wenig Luftveraenderung.

Dienstag, der 16.2.2010:

Die Fahrt laeuft wie am Schnuerchen. Sammeltaxi zur Faehre, die gerade abfaehrt, nachdem wir sie betreten haben. Weiter per Minibus nach Bangkok Northern Bus Terminal. Wir sind ein wenig durchgeruettelt, aber ansonsten ist die Fahrt angenehm. Im Gegensatz zum Bus nach Ko Chang kein droehnender Fernseher, das ist echt eine Erleichterung.
In Bangkok ist es nicht einfach, die Abfahrt nach Ayutthaya, der alten Hauptstadt der Thai, zu finden. Nach einigen Irrungen und Nachfragen haben wir uns endlich orientiert, nehmen eine Mahlzeit im Food Center und schon geht es los im klimatisierten Linienbus.

Als wir ankommen, der Schock: Alle Guesthouses sind ausgebucht (oder unannehmbar), doch irgendwie finden wir ein Zimmer. Schick im Hotel, doch davon erzaehle ich morgen mehr. Dann folgen auch die Bilder der herrlichen Tempelanlagen und des Aschermittwochsumzuges im Ort.

Samstag, 13. Februar 2010

Transport auf suedostasiatisch

Heute hat die Seelenbaumelei am Strand ein Ende. Bewegung ist angesagt. Oder wir werden bewegt, wenn wir ehrlich sind.

Hier geht ja alles vollautomatisch und so wurden wir zur angenehmen Zeit zum Elefantencamp gebracht. 10:40 Uhr ist wirklich was fuer Langschlaefer. Vor Ort gab es Ananas und Kokosnussmilch (erinnert mich irgendwie an Ziegenpisse, aber wahrscheinlich gewoehnt man sich daran). Dann das Aufsetzen auf Siuang, eine 32 Jahre alten Elefantendame, fuer mich persoenlich in dem Moment ein wenig luftig, die Angelegenheit.


Dann stapft die Dame los, es wackelt wie nach zehn kleinen Bier, aber die Aussicht ist grandios und an den seltsamen Gang gewoehnt man sich.

Im ersten Moment, in dem es bergab geht, halte ich die Luft an, aber so schlimm ist es dann doch nicht.

Der Weg durch den Dschungel ist gesaeumt von zahlreichen bunten Schmetterlingen, eine wahre Pracht. Der Fuehrer selbst spricht einige Brocken Deutsch und ansonsten das ganz spezielle Englisch: Mi ist milk, Ei ist Ice und so weiter.

Viel zu schnell ist der Ritt zu Ende und Hopsing fuettert den Elefanten. Doch der Hoehepunkt kommt noch. Baden mit den Elefanten und Hopsing wird zur Putzfrau, schrubbt den Dickhaueter von oben bis unten.


Die Wasserstelle ist kuehl, eine willkommene Abwechslung. Dann ist die Rueckfahrt angesagt, auf der unsere Mitreisenden von Vietnam schwaermen. Wir freuen uns drauf. Ha Long Bucht, wir kommen!

Doch bis dahin ist noch ein wenig Zeit.