Samstag, 20. Februar 2010

Die Wiege Siams

20.2.2010:

Nachdem wir den Reisetag ueberstanden haben, diente der Freitag der Ruhe, ganz wie es sich gehoert. Wir haben ein nettes Hotel mit Swimming Pool und Haengematte (wichtig!).

Heute aber ist Aktivitaet angesagt: unser Ziel ist das Historical Center Of Sukothai, die "Wiege" und erste Hauptstadt der Thai.

Vom Hotel werden wir in die Innenstadt zum Busbahnhof gebracht, der recht schlicht gehalten ist. Der Bus wartet schon, ein Isuzu aus vergangener Zeit, dessen Technik schon veraltet war, als ich in die Lehre ging.

Kein Wunder, dass Isuzu zum GM Verbund gehoert: Wenn die Motoren so lange halten, kann sich jeder Opel-Fahrer freuen, der einen der Isuzu-Motore unter der Motorhaube hat. Das vorliegende Modell hat noch Glasroehrchen als Sicherung, alles von der Ladeflaeche, die als Sitzplatz herhaelt, erkennbar.
So zuckeln wir die 12 km in gemaechlichem Tempo, mehr als 40 km pro Stunde geht nicht. Hier der schicke Bus:


Angekommen wandern wir erstmal ein wenig durch den Park. Die historische Stadt ist weitlaeufig und bei den Temperaturen etwas muehselig zu erkunden. Schnell haben wir ein Wat samt Chang erreicht und Hopsing stellt sich der Kamera und den Elefanten:

Wie man unten sieht, liegt die Anlage im Gruenen zwischen zahlreichen Palmen. So werden wir nicht von der Sonne gegrillt, sondern koennen die tolle Kulisse bestaunen.



Auch Buddha darf nicht fehlen und ich muss ehrlich zugeben, dass mir die steinerne Variante gegenueber der heute ueblichen goldenen doch besser gefaellt.



Hier noch ein kleine Impression in der Totalen:



Mittlerweile wieder im Hotel, fallen wir in den hier herrschenden Trott zurueck. Die aisiatische Ruhe ist ansteckend und einfach himmlisch. Wenn der Reisestress nicht waere, haetten wir schon die hoechste Ebene des Seins erreicht und wuerden irgendwo in unserer aller Mitte schweben, fernab von allen Sorgen und Noeten :-))

Ich befuerchte fast, wenn wir erst im naechsten Land sind und die laotische Gelassenheit verinnerlicht haben, ist die Neigung, die Rueckkehr zu vertaendeln, riesengross. Wahrscheinlich werden uns die umtriebigen Vietnamesen dann wieder auf Trab bringen muessen.

Auf jeden Fall hat uns die Tropenlaehmung voll erfasst. Ein wohltuender Kontrast zur allgemeinen deutschen Hektik.

Die dritte Woche neigt sich dem Ende zu und wir sind von Krankheiten bisher verschont geblieben. Einzig die Verdauung ist gelegentlich etwas aktiver als daheim. Und die Stechmuecken machen zuletzt Jagd auf uns, nachdem wir die ersten beiden Wochen relativ verschont geblieben sind.

Und die Vorstellung von Schnee erinnert doch eher an eine Fantasywelt.

Gruesse an alle! Und haltet durch! Der Fruehling kommt!

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