Unser Reisefuehrer traegt den Titel "Die Mekon-Region". Aber erst am 30. Tag traegt uns der Nam Khong (laotischer Name fuer Mekong) auf seinem Ruecken. Das Ziel sind die Pa-Ouk Hoehlen. Doch bis dorthin geht es gemuetliche anderthalb Stunden den Mekong Richtung Norden. Eine sehr beschauliche und beeindruckende Sache.
Der Mekong, im Sueden Luang Prabangs von einem breiten Trockenguertel umgeben, fuehrt hier mehr Wasser. Aber auch hier sieht man deutlich die Trockenzeit. Bizarre Felsformationen ragen aus dem Wasser, unzaehlige goessere und kleinere Sandbaenke geben einem das Gefuehl, man befinde sich auf einem See oder einem Flussdelta.
Beidseitig des Ufers erstreckt sich der Dschungel und wir bewegen uns in kaum bewohntem Gebiet. Einzig Angler und Sammler sauemen den Fluss. Wenig spaeter ragen Berge aus dem Dschungel, die geformt sind wie der Kamm eines Drachen.
Schliesslich angekommen, gibt es zwei Hoehlen samt den unvermeidlichen Budhhas zu sehen. Wir bleiben vierzig Minuten, dann macht sich unsere sechskoepfige Reisegruppe auf den Rueckweg. Wir halten in einem Whiskeydorf. Scheinbar gibt es in ganz SOA keine Reise ohne Butterfahrtcharakter.
Die Maenner werden zu einer Whiskeyprobe genoetigt. Der Erste ist suess, der Zweite eher ein scharfer Schnaps. Von letzterem erwirbt Miang eine kleine Flasche mit der Aufschrift "Rice Wine", dann geht die 'Butterfahrt' weiter durch das Dorf. Allerlei selbst gewebte Stoffe und Schmuck werden angeboten. Miang erwirbt eine Indochinamuenze fuer 1 Dollar. Die Muenze duerfte einen ordentlichen Silberanteil haben, das zeigt die schwarze Faerbung. Aber auch wenn sie wertlos ist, der Dollar ist gut investiert.
Dann geht es zurueck, weitere fuenfzig Minuten Entspannung auf dem Mekong, bevor die ueberhitzte Stadt uns wieder zurueck hat.
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