Im Reisefuehrer stand, man soll den Aufstieg auf den Phou Si - ein Berg mit dem Fussabtritt Budhhas und diversen Tempeln und Statuen - morgens oder abends unternehmen. Ich entschied mich fuer den Mittag. Es war ruhig und nur weniger Leute waren unterwegs, so lohnte sich das Unternehmen trotz des Schweisses, der mir in Stroemen herunterlief.
Danach tauchte ich in das geschaeftige Treiben der Hauptstrasse. Die erste Haelfte besteht nur aus Restaurants und Travel Agencies, die zweite ist wesentlich ruhiger und reiht einen Tempel an den anderen.
Am Ende angekommen folge ich dem Nam Khan. Am Flussufer ist es noch heisser und ich treffe auf Fliegen, Libellen und sonstiges Getier. Eine saisonale Bambusbruecke kostet 4000 Kip und erinnert an das Brueckengeld zwischen Nieder- und Oberlahnstein.
Auf der anderen Uferseite trifft man auf eine neue Welt. Holzhuetten, nicht asphaltierte Strassen und Haendler, die kein Englisch verstehen. Ein Wasser erwerbe ich trotzdem, schliesslich ist mir der Name Nam ein Begriff (der Mekong heisst hier Nam Khong).
Ueber eine Holzbruecke geht es zurueck. Die ist nur fuer Mopeds, Autos fahren wohl ausschliesslich ueber die neue Bruecke. Aussen ist allerdings ein Weg fuer Fussgaenger, aehnlich den Esenbahnbruecken ueber den Rhein in Koblenz und Mainz. Den aeusseren Weg nehme ich aber trotz zweier Anlauefe nicht. Zu unsicher sind mir die knarzenden Holzdielen, zu gross meine Hoehenangst. Und so nehme ich den inneren Teil der Bruecke und laufe neben den Mopeds entlang. Was hier keinen stoert. Bei uns waere man wohl lautstark darauf hingewiesen worden, den falschen Weg zu nehmen.
Trotzdem ist mir die Sache nicht geheuer und so bin ich froh, als ich endlich die gegenueberliegende Seite erreicht habe.
Und nehme erleichtert den Rueckweg in Angriff. Es wird Zeit fuer eine Pause.
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