Samstag, 13. Februar 2010

Transport auf suedostasiatisch

Heute hat die Seelenbaumelei am Strand ein Ende. Bewegung ist angesagt. Oder wir werden bewegt, wenn wir ehrlich sind.

Hier geht ja alles vollautomatisch und so wurden wir zur angenehmen Zeit zum Elefantencamp gebracht. 10:40 Uhr ist wirklich was fuer Langschlaefer. Vor Ort gab es Ananas und Kokosnussmilch (erinnert mich irgendwie an Ziegenpisse, aber wahrscheinlich gewoehnt man sich daran). Dann das Aufsetzen auf Siuang, eine 32 Jahre alten Elefantendame, fuer mich persoenlich in dem Moment ein wenig luftig, die Angelegenheit.


Dann stapft die Dame los, es wackelt wie nach zehn kleinen Bier, aber die Aussicht ist grandios und an den seltsamen Gang gewoehnt man sich.

Im ersten Moment, in dem es bergab geht, halte ich die Luft an, aber so schlimm ist es dann doch nicht.

Der Weg durch den Dschungel ist gesaeumt von zahlreichen bunten Schmetterlingen, eine wahre Pracht. Der Fuehrer selbst spricht einige Brocken Deutsch und ansonsten das ganz spezielle Englisch: Mi ist milk, Ei ist Ice und so weiter.

Viel zu schnell ist der Ritt zu Ende und Hopsing fuettert den Elefanten. Doch der Hoehepunkt kommt noch. Baden mit den Elefanten und Hopsing wird zur Putzfrau, schrubbt den Dickhaueter von oben bis unten.


Die Wasserstelle ist kuehl, eine willkommene Abwechslung. Dann ist die Rueckfahrt angesagt, auf der unsere Mitreisenden von Vietnam schwaermen. Wir freuen uns drauf. Ha Long Bucht, wir kommen!

Doch bis dahin ist noch ein wenig Zeit.

Montag, 8. Februar 2010

Die Elefanteninsel ruft


Die letzten Tage Bangkok waren sehr intensiv. Wir waren im Zoo, um dem heissen Beton zu entfliehen. Vorher wollte uns jemand zu einem Tempel leiten, der nur heute geoeffnet hat. Ein Priester segnet mit heiligem Wasser und just haelt ein Tuk Tuk um uns dort hin zu bringen. Wir sind nicht mitgefahren, man landet dann in der Regel aber in einem Diamanten oder Goldgeschaeft.
Am naechsten Tag ging es auf einen riesigen Wochenendmarkt, natuerlich mit dem Linienbus. Der Markt war voller Leute und ueberall duftete es nach Chemie. Die Klamotten sind zwar billig (150 Baht=3 Euro), aber die Qualitaet ist maximal KiK.
Wir teilten uns dann, die Dame schoppte, ich genoss erleichtert und fern des Trubels das Marktfeeling bei Kaffee und Wasser und beobachtete die Leute, waehrend in meinem Ruecken eine Box mit Banjo Country Musik droehnte.

Jetzt haben wir Bangkok geschafft. Bangkok, die Stadt der gefuehlten drei Millionen Gartkuechen, die jeden Flecken der Strasse ausfuellen. Bangkok, die Stadt der tausend Gerueche. Wer hier Diaet halten will, hat es schwer. Ueberall duftet es nach gebratenen Speisen (und manchmal stinkt es auch nur allgegenwaertig).

Unsere Planung haben wir noch einmal umgeworfen. Statt Ko Samet sind wir auf der Elefanteninsel (Ko Chang. Ko=Insel, Chang= Elefant) gelandet, die so heisst, weil ihre Konturen einem Elefantenschaedel aehneln. Liegt direkt an der kambodianischen Grenze.
Mit der Faehre gelandet, ging es rein in ein 12 Mann Taxi und schon begruesste uns der White Sand Beach. Und eine Ueberraschung. Nach dem asiatischen Bangkok trifft uns hier der Kulturschock: Gebratene halbe Haehnchen, deutsche Baeckerei und ein Rotlichtbezirk. Koennte auch ueberall im Sueden sein.
Na, ja...
Am heutigen Morgen sieht es dann schon besser aus. Die Dschungelinsel ruft, aber jetzt geht es erstmal an den Strand.

Freitag, 5. Februar 2010

Bangkok - Eintritt in eine exotische Welt



Schnee von gestern, das kann man wirklich sagen. Um uns ist geschaeftiges Treiben der aisatischen Art. Bangkok ist eine interessante Metropole. Viele Ecken sind urspruenglich und ergeben das Flair, das wir uns vorgestellt haben. Dazu kommen viele teils kitschige Tempel und riesige Hochhaeuser. Die Kevag Bangkoks faehrt auf dem Wasser und kostet schlappe 13 Baht (25 Cent), ein tolles Erlebnis.
Hier ist es wirklich warm und zusammen mit dem Schlafmangel dank einer langen Anreise sind die ersten Tage schwierig und der Genuss nur bedingt zu erleben.
Thailand hat Rechtsverkehr, da muss man sich umgewoehnen. Auch fehlen Opel und VW, hier dominieren Toyota, Nissan, Isuzu und Hyundai. Aber die unvermeidlichen Daimlers sieht man auch, sowie ab und an einen BMW.
Die Sprache ist ein seltsamer Singsang, wir glauben nicht, dass es uns gelingen wird, das nur annaehernd verstaendlich zu wiederholen. Aber mal sehen.
Die Ankunft selbst war zaeh, erst stehen wir 1,5 Stunden an der Passkontrolle, dann muessen wir unser Gepaeck suchen. Immerhin, das Taxi in die Innenstadt kostet knapp 13 Euro - wir sind bestimmt uebers Ohr gehauen worden ;-) und das fuer eine dreiviertel Stunde Fahrt.
Unser Guesthouse wird dominiert von Franzosen, ist familiaer und ruhig, da kann man nicht meckern.
Sonntag wollen wir weiter, die kleine Insel Ko Samet an der Ostkueste haben wir mal anvisiert.
Das soll es fuer heute gewesen sein. Wir schwitzen weiter, ihr friert. Beides kann nervig sein.

Bis bald,
Hoeppchen&Schmidty

Montag, 1. Februar 2010

Reisefieber

Die stressigste Zeit des Reisens ist die Vorbereitung. Gerade wenn man eine Fernreise startet. Zielland festlegen, Informationen einholen, impfen. Die Impfung schmeißt einen dann erstmal darnieder.
Die Vorbereitungszeit ist dann ein Wechselbad der Gefühle. Vorfreude, Vorbereitungsstress und Angst vor dem Unbekannten wechseln sich ab.
Irgendwann hat man alles zusammen und steht kurz vor dem Abflug. Natürlich steigt jetzt die Nervosität und die Vorfreude gleichermaßen.
Hat man etwas vergessen?
An alles kann man nicht denken, also einfach los und ab in den Flieger.